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18.12.10

Rügenkrimi nun auch als E-Book für iPad, iPod Touch und iPhone

Ab sofort gibt es "Aktion Störtebeker" auch als E-Book (iBook) in Apples iTunes-Shop für10,99 € zum Download. Voraussetzung ist die App iBooks, über die man im virtuellen Buchladen stöbern kann. Andere E-Book-Plattformen werden hoffentlich bald folgen.

15.07.09

Signierte Exemplare: Der Stapel wird langsam kleiner

Da habe ich mir ja etwas eingebrockt mit den signierten Exemplaren von "Aktion Störtebeker". Jetzt muss ich heute schon wieder zum Postamt, um welche loszuschicken. Gestern war ich auch schon zweimal dort. Aber was tut man nicht alles für seine Leserinnen und Leser! Hoffentlich habe ich nicht einige der sehr persönlichen Widmungswünsche durcheinandergebracht? Sonst geht womöglich der "Oberschützenmeister" nicht "ohne Krimi ins Bett" oder der "Kreisgeschäftsfüher der Linken" wünscht seiner Frau zusammen "mit dem Autor viele spannende Stunden". 


Je nachdem, wie schnell die Post die Büchersendungen befördert, müssten die ersten Exemplare heute oder morgen bei den Empfängern eintreffen. Und dann geht es Schlag auf Schlag weiter, der Stapel schrumpft. Aber falls jemand doch noch ein Buch mit Widmung wünscht, das Formular zur Bestellung funktioniert weiter.

10.07.09

Geschafft: Aktion Störtebeker ab heute im Buchhandel

Was vor knapp einem Jahr begann, hat heute seinen vorläufigen Abschluss gefunden: Mein Rügen-Krimi "Aktion Störtebeker" liegt gedruckt in den ersten Buchhandlungen. Ein tolles Gefühl - nach all den Höhen und Tiefen wie Verlagssuche mit überraschenden Absagen, Schreibblockaden und Selbstzweifeln nach kritischen Anmerkungen. Aber auch vielen interessanten Gesprächen mit echten Kriminalkommissaren (z.B. in Stralsund), dem Wühlen in Archiven auf der Suche nach neuen Fakten aus der deutsch-deutschen Vergangenheit und einer ganzen Reihe von interessanten Kontakten, die sich in diesem Jahr ergeben haben.

Der Verlag hat es tatsächlich geschafft, das Buch genau am geplanten Termin fertigzustellen und einen Waschzettel für die Werbung (PDF) produziert. Auch ein sehr schönes virtuelles Pressezentrum - neudeutsch: Social Media Newsroom - für Rezensenten, Blogger und Journalisten ist von der PR-Agentur eingerichtet worden. Allerdings weist es in der Ansicht im Internet Explorer noch einige Fehler auf, man sollte besser den Firefox verwenden.

Auch sonst bleibt noch einiges zu tun: Der Videotrailer ist leider noch nicht vollständig fertig. Die Frage, über welche Plattform "Aktion Störtebeker" als eBook angeboten werden soll, muss ebenfalls noch entschieden werden. Pressemitteilungen sind zu verschicken und Lesungen vorzubereiten. Aber auch das werden wir in den nächsten Tagen und Wochen noch schaffen.

Es gibt unterschiedliche Wege, um den Roman (Ladenpreis: 13,90 €) zu kaufen:
  • Bei jedem Buchhändler in diesem Land mit der ISBN 978-3-86785-086-5 (wenn man ihn über buchhandel.de vorbestellt, sogar ohne längere Wartezeiten)
  • Im Online-Shop des Verlages (oben Krimi/Thriller und Klaus Scheld auswählen)
  • Bei Amazon.de und anderen Online-Buchhandlungen.

Also haltet Euch ran! Und viel Spaß beim Lesen, über Meinungen, Kritik und Anregungen freue ich mich. Denn Kurt Bratfisch - der erste Kommissar in der deutschen Krimilandschaft, der sich bei der Linken engagiert - soll noch ein paar Jahre bis zum Erreichen des Rentenalters auf Deutschlands größter und schönster Insel ermitteln.

24.06.09

ISBN 978-3-86785-086-5 - "Aktion Störtebeker" hat jetzt eine Nummer

Es geht voran. Die letzten Änderungen am Manuskript sind auf dem Weg zur Lektorin. Den Titelbildvorschlag des Verlages und den Klappentext finde ich gut. Der Ladenpreis ist auf 13,90 € (incl. 7 % MwSt.) festgelegt. Und eine ISBN hat mein Buch inzwischen auch: 978-3-86785-086-5. Ihre Eingabe in Suchmaschinen bringt allerdings noch kein Ergebnis.

Es kann sich trotzdem nur noch um wenige Tage handeln, bis "Aktion Störtebeker" gedruckt vorliegen wird. Deshalb starte ich auch einen morgendlichen Erinnerungsticker auf Twitter. Tagtäglich um 7.30 Uhr begrüße ich ab sofort alle Fans und mache auf das baldige Erscheinen des Rügen-Krimis aufmerksam.

Und noch eine freudige Überraschung: Kurt Bratfisch ist der einzige Kommissar mit einer eigenen Gewürzmischung. Wie dieses Foto mit dem neuen Cover eindeutig beweist.

06.11.08

12 Meter ohne Kopf : Dreharbeiten in Stralsund laufen

Unter der Regie von Sven Taddicken („Emmas Glück“) und nach einem Drehbuch von Matthias Pacht („Das wahre Leben“) haben am 9. September in Stralsund die Dreharbeiten zu dem Piratenfilm "12 Meter ohne Kopf" begonnen. Die Hauptrollen spielen Ronald Zehrfeld („Der Rote Kakadu“) als Klaus Störtebeker und Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“) als Gödeke Michels.

Mit dabei: Jede Menge Komparsen aus der Hansestadt. "Am Set wurde sich gut um die Statisten gekümmert – bei Kälte gab es Wärmedecken, auch für Verpflegung und Regenschutz wurde an den teilweise von 5 Uhr morgens bis 20 Uhr abends dauernden Drehtagen gesorgt", berichtet die Ostsee Zeitung. Gedreht wird der Film noch bis Mitte November, allerdings nicht nur in Stralsund, sondern auch in Schleswig-Holstein und Dänemark. Im Sommer 2009 soll er dann in die Kinos kommen. Ich bin gespannt.

07.10.08

Störtebeker-Film: Zwölf Meter ohne Kopf

Als "Neuinterpretation des Störtebeker-Mythos, das als ein historisches Abenteuer mit Witz, Verve und einer Prise Melancholie erzählt wird" kündigt die Produktionsfirma den Film "Zwölf Meter ohne Kopf - Die wahre Geschichte der Nordseeräuber Klaus Störtebeker und Gödeke Michels" an. 
 
Er soll im nächsten Jahr in die Kinos kommen und wird derzeit an der Ostsee - unter anderem auf Rügen und in Stralsund - gedreht. Der Titel bezieht sich auf die letzten Sekunden des Piraten, in denen er, schon enthauptet, angeblich noch an einer Reihe Mitstreiter vorbeisprintete, um sie so zu retten.
 
Die Hauptrollen in dem 6 Millionen Euro teuren Film spielen Ronald Zehrfeld („Der Rote Kakadu“) als Klaus Störtebeker und Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“) als Gödeke Michels. In weiteren Rollen sind Jana Pallaske („Phantomschmerz“), Milan Peschel („Free Rainer – Dein Fernseher lügt“), Devid Striesow („Die Fälscher“), Hinnerk Schönemann („Emmas Glück“), Oliver Bröcker („Fleisch ist mein Gemüse“) und Detlev Buck („Herr Lehmann“) zu sehen. Cosma Shiva Hagen, in einigen Berichten auch als Darstellerin angekündigt, ist wohl nicht dabei. Dafür wirken aber rund 1000 Komparsen mit, die bei einem Casting im Spätsommer in Stralsund gesucht wurden. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten, wie zu hören war. Aber jetzt scheint die Besetzung komplett zu sein.

Die Story spielt in Ostfriesland im Jahr 1401: Störtebeker und Gödeke Michels ist die sonst so reichhaltige Beute ausgegangen. Missmutig dümpeln sie auf der Ostsee und lauern auf die nächste Gelegenheit zum Entern. Als endlich eine voll beladene Kogge am Horizont auftaucht, wird Störtebeker in der Hitze des Gefechts schwer verletzt. Er überlebt um Haaresbreite und da er dem Tod direkt ins Auge geblickt hat beginnt er, an seinem Piratenleben zu zweifeln. Doch als Störtebeker und Michels auf eine geheimnisvolle Waffe stoßen, die sie unbesiegbar macht, beginnt eine neue goldene Ära mit reichen Beutezügen gegen die Schiffe der Hamburger Hanse. 

Voller Stolz kehren die Freunde zurück zu ihren Liebschaften an Land. Klaus macht der hübschen Bille den Hof und Michel versucht, die kesse Okka für sich zu gewinnen. Doch dann rüstet die Hanse auf und die Piraten müssen sich entscheiden: Während Stötebeker sich den anstehenden Veränderungen stellt und als Bauer das alte Leben hinter sich lässt, beschließt Michels exakt so zu sterben wie er gelebt hat: Als Pirat.

Die „wahre Geschichte“ Störtebekers wird in der "Piraten-Buddy-Tragikomödie" sicher nicht erzählt. Vermutlich noch nicht einmal die Legende der Vitalienbrüder. Aber vielleicht entsteht ja wenigstens ein lustiger Unterhaltungsfilm fürs Kino. 





20.09.08

Störtebekers Schädel - mit Hilfe modernster Kriminaltechnik rekonstruiert

Ein sehr interessanter Artikel in einer Ärztezeitschrift, in dem es um die Rekonstruktion des so genannten "Störtebeker-Schädels" aus Hamburg mit modernsten Mitteln der Kriminaltechnik geht. Durch eine dreidimensionale Gesichtsrekonstruktion per Computertomographie, Videoprojektion und Bildbearbeitung konnte das originalgetreue Abbild des Schädels auf dem Bildschirm entstehen.

Nur der in dem Artikel beschriebene Versuch einer DNA-Analyse mit Hilfe kanadischer Forensik-Experten ist leider nicht gelungen. Das gut 600 Jahre alte Knochenmaterial hat kein brauchbares Erbgut mehr hergegeben. Die DNA aus dem Schädel – so der ursprüngliche Plan – sollte mit der von möglichen Nachkommen von Klaus Störtebeker verglichen werden. Alleine in Norddeutschland leben nach einer Schätzung etwa 200 Menschen mit dem Namen Störtebeker.

Ich schreibe daraus eine kleine Szene für meinen Regional-Krimi "Aktion Störtebeker". Ein begeisterter Kriminaltechniker vom LKA in Schwerin-Rampe berichtet darin Kommissar Bratfisch über die neuesten Ergebnisse der Schädel-Untersuchung.

14.09.08

Rügen – Brutstätte des Verbrechens?

Durch Zufall entdeckt. "Rügen – Brutstätte des Verbrechens? – Rügenkrimis und kein Ende" - unter diesem Motto hat die Kreisvolkshochschule Rügen im vergangenen Februar einen Vortrag in Bergen veranstaltet. "Angesichts der stattlichen Zahl von Werken der Kriminalliteratur, deren Handlung auf Rügen spielt, stellt Prof. Tietz die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob Rügen eine Brutstätte des Verbrechens ist", hieß es in der Einladung. "Rufschädigung", klagten die einen Teilnehmer, "Touristenwerbung" freuten sich die anderen. Ich denke auch, dass die Tourismusverantwortlichen auf der Insel den bundesweiten Trend zum Regionalkrimi aufgreifen sollten. Vielleicht können wir ja im nächsten Jahr mit Touren auf den Spuren von Kommissar Bratfisch beginnen. Anderswo - z.B. in der Eifel - funktioniert das schon.

Recherche an der Ostsee ist vorbei


Nach einer langen Zugfahrt wieder zu Hause. Die Bilanz meines Rechercheausflugs nach Stralsund und Rügen: Äußerst positiv. Nicht nur das schöne Wetter (in den ersten Tagen) an der Ostsee, auch die vielen Gespräche. Es war vermutlich genau der richtige Zeitpunkt. Der Plot für den Insel-Krimi stand schon komplett, erste Kapitel waren schon geschrieben. Aber noch nicht so fest gefügt, dass das Ändern zu aufwändig wäre. Also ideal, um sich die gedachten Schauplätze genau anzuschauen, Details aufzusaugen und zu überlegen, ob die Szenen hier wie gedacht funktionieren können? 

Manches habe ich unter dem Eindruck der Realität wieder verworfen, anderes modifiziert. Bestimmte Szenen sind auch ganz gestorben. Aber so ist der Arbeitsprozess. Bis ein Manuskript fertig ist, muss es zigmal geändert und umgeschrieben werden. Normal. Wichtig sind auch die Sinneseindrücke: Riechen, sehen, schmecken, hören, fühlen. Das lässt sich zu Hause am Schreibtisch nur schlecht nachvollziehen. Selbst bei einer blühenden Phantasie. Von daher werde ich nach dem Abschluss des Manuskripts vermutlich nochmal nach Rügen fahren. Feinschliff.
Außerdem hat die Zeit leider nicht ausgereicht, um alle wichtigen Orte für die Handlung zu besuchen. Weil es soviel zu erleben gab und das Wetter größtenteils so sommerlich war, habe ich nicht so oft am Manuskript gearbeitet, wie eigentlich vorgesehen. Irgendwie hatte ich die Illusion, dass ich mit einem fast fertigen Buch nach Hause kommen würde. Dem ist nicht so, aber das lässt sich verschmerzen. Schlimmer wäre es gewesen, bei strahlendem Sonnenschein statt am Strand im Zimmer am Computer zu sitzen. Jetzt kommen ja bald Herbst und Winter – da kann „Aktion Störtebeker“ langsam seine endgültige Gestalt annehmen.

10.09.08

Ein Kommissar hält sich die Nase zu

Irgendwie ist ein Buchautor ein bisschen wie Gott. Denn er kann Personen und Orte beliebig hin- und herschieben, wie es ihm in den Kram passt. Die einzige Grenze ist die eigene Phantasie. Ich habe heute verschiedene "Tatorte" besichtigt, die in dem Regional-Krimi "Aktion Störtebeker" eine Rolle spielen sollen. Die armen Einwohner dort ahnen noch nicht, dass sie demnächst als Kulisse für ein grausames Verbrechen herhalten müssen. Nur weil ein Autor sich das so in den Kopf gesetzt hat.

Die erste Szene des Buches spielt am Südstrand von Göhren auf Rügen. Dort findet ein Jogger die Leiche eines Mannes im Wasser. Ich hatte die Geschehnisse schon aus dem Gedächtnis beschrieben und wollte jetzt überprüfen, ob die Details stimmen. Im Prinzip ja, nur dass der vor sich hinfaulende Tang am Strand so stinkt, hatte ich wohl verdrängt. Oder der eklige Geruch ist nicht zu jeder Jahreszeit gleich stark. Auf jeden Fall wird mein Kommissar sich jetzt auch die Nase zuhalten, wenn er an den Tatort kommt.


03.09.08

In Stralsund unterwegs

Jetzt bin ich unterwegs nach Rügen. Zuerst mache ich Station in Stralsund und schaue mir die Rügenbrücke von unten und das neue Ozeaneum an. Außerdem hat ja nun auch der Termin bei der Kripo in Stralsund geklappt. Ab und zu werde ich was bloggen, aber in erster Linie will ich recherchieren und am Manuskript weiterschreiben. Zumal das mit dem versprochenen WLAN auf dem Zimmer nicht funktioniert. Es ist zwar ein schnuckeliges kleines Hotel am Rande der Altstadt, aber für den Internet-Zugang muss man ins Foyer oder in den Garten. Da es aber gerade zu regnen angefangen hat, ist das auch keine Lösung. Deshalb steige ich die nächsten Tage auf Twitter um. Das hat auch den Vorteil, dass sich mit Hilfe von TwitterRouter auch mein Weg über Deutschlands größte Insel nachvollziehen lässt.

31.08.08

Viel zu lesen in der Sonne


Zum Schreiben ist das Wetter an diesem Wochenende viel zu schön, aber ich habe ja genug zu lesen. Also ab in den Garten und sich mit islamistischen Terroristen, Neonazis und DDR-Spezialeinheiten beschäftigt. Wahnsinn - was es darüber alles an Informationen gibt. Die bringe ich nie im Leben alle in dem Krimi unter. Vielleicht sollte ich zusätzlich zu "Aktion Störtebeker" als Regional-Krimi noch Hintergrundwissen zu dem Buch auf einer Web-Plattform bereitstellen. Google Knol wäre unter Umständen eine Möglichkeit.

26.08.08

Offensichtlich zu früh

Auf meine Nachfrage hat sich heute nochmal die Direktion der Störtebeker-Festspiele gemeldet. Offensichtlich bin ich zu früh, am Buch für die Aufführung 2009 wird noch geschrieben. Deshalb kann man mir noch nichts über einzelne Bühnenauftritte verraten. Das ist schade, denn ich plane in meinem Krimi ja auch eine Szene, die in Ralswiek spielt. Dafür hätte ich schon gerne ein paar Details gehabt.

Bis jetzt kenne ich nur das Plakat und weiß, dass nächste Jahr die neue Trilogie "Störtebekers Gold" beginnt. Darin soll es den Seeräuber in den Wirren des Hundertjährigen Krieges auf der Suche nach dem verschollenen Schatz der Templer von Frankreich über Spanien bis nach Irland verschlagen.

Vielleicht liest ja der Kollege, der gerade das Drehbuch für die Störtebeker-Festspiele 2009 schreibt, eines Tages dieses Posting und kann mir ein paar Tipps geben. Oder sonst ein Mitwirkender.

Ansonsten muss ich meine Phantasie bemühen und das Ganze etwas allgemeiner beschreiben. Bestimmte Sachen sind bei dieser Aufführung ja ohnehin in jedem Jahr gleich. Und nächsten Freitag kommen mir direkt vor der Bühne bestimmt ein paar gute Ideen.

25.08.08

Störtebeker, ich komme

Meine Rügen-Pläne werden konkreter. Nächste Woche fahre ich auf die Insel. Die Unterkünfte in Stralsund und in Prora sind ebenso gebucht wie der Leihwagen. Ich will möglichst mitten im Geschehen meines Insel-Krimis sein - deshalb das Appartment mit Internet-Anschluss in Prora. Außerdem befindet sich dort ein nettes Literaturcafe direkt vor der Haustür.
Auch die Leitung der Störtebeker-Festspiele hat sich auf meine Anfrage sofort gemeldet: Für nächsten Freitag (dem vorletzten Auftritt in dieser Saison) liegt eine Pressekarte für mich bereit und zum Fortgang der Störtebeker-Saga in den nächsten Jahren schrieb mir Intendant Peter Hick:
Der neue Zyklus hat 2007 begonnen. Im Rahmen des Zyklus, der bis 2012 geht, also über 6 Jahre, gibt es die Trilogie "Störtebekers Gold", die im nächsten Jahr beginnt. Der Untertitel des Teil 1 hat den Titel: "Das Vermächtnis". Da wir nie den legendenhaften Reichtum Störtebekers behandelt haben - er soll ja den Hamburger Ratsherren für seine Freilassung, ein Armdicke Goldkette die das Rathaus umschlingen könne, angeboten haben, wird dies in einer Nebenlinie als durchgehend roter Faden, über drei Episoden, abgehandelt. Danach gibt gibt es 2012 Holland & Hamburg - sprich Festnahme und Hinrichtung.

20.08.08

Ein Verleger meldet sich

In den letzten Wochen habe ich schon fast 80 Seiten von "Aktion Störtebeker" geschrieben. Es ging mir eigentlich ganz gut von der Hand. Natürlich muss ein Manuskript immer wieder geändert werden. Etwa wenn einem was Neues einfällt oder die erste Idee vielleicht doch nicht so genial ist, wie ursprünglich gedacht. Aber darauf bin ich eingestellt und im Computerzeitalter ist das ja auch kein Problem.

Weniger gut kann ich mich mit dem Gedanken anfreunden, dass die ganze Arbeit womöglich für den Papierkorb ist. Etwa weil ich keinen Verlag für das Manuskript finde, obwohl - so die einhellige Meinung der erfahrenen Autoren aus den Workshops - heute ein großer Bedarf an guten Regional-Krimis da ist und einem fast jeder Text aus den Händen gerissen wird.

Also mache ich die Probe aufs Exempel und schicke heute morgen ein Exposee, eine 30-seitige Textprobe im Normformat und eine Bibliobiographie von mir an einen kleinen, aber feinen Verlag. Der ist auf Regional-Krimis spezialisiert und hat eine spezielle Reihe für die deutschen Nord- und Ostsee-Inseln. Das würde ja haargenau passen. Allerdings waren die erfahrenen Krimi-Autoren, die ich in den Seminaren kennengelernt habe, auch alle der Überzeugung, dass man als Anfänger erst mit einem fertigen Manuskript an einen Verleger herantreten sollte. Denn schließlich kennt der einen nicht und muss befürchten, dass der Newcomer einen angefangenen Text womöglich nie zu Ende bringt.

Diesen gutgemeinten Rat habe ich heute morgen ebenso in den Wind geschlagen, wie den Hinweis, sich nicht nur auf einen einzigen Verlag zu verlassen. Sondern das Exposee besser an zehn oder fünfzehn Verlage gleichzeitig zu verschicken. Denn wenn man die nacheinander abklappert, kann man alt und grau werden. Antwortzeiten von ein paar Wochen sind in dieser Branche keine Seltenheit. Na warten wir mal ab, wie der erste Verlag reagiert.

Es ist kurz nach Mittag und das Telefon klingelt. Am anderen Ende der Leitung der Verleger himself. Er hat mein Exposee und den Mustertext gelesen, findet es gut und will deshalb auch gleich den Rest des bisher geschriebenen Manuskripts. Den knöpft sich jetzt seine Lektorin vor und dann meldet er sich wieder. Auf jeden Fall hat er "großes Interesse", den Krimi zum Sommer 2009 rauszubringen. Und er gibt mir auch gleich ein paar konkrete Tipps. Zum Beispiel, immer daran zu denken, dass die Masse der potenziellen Leserinnen und Leser auf Rügen Urlauber aus dem Westen sind. Und die können mit vielen DDR-Begriffen gar nichts anfangen. Insgesamt eine nette Fachsimpelei.

Das war ja ein Schuss ins Schwarze. Wenn jetzt auch noch die Lektorin von dem Text begeistert ist, habe ich die erste Hürde genommen. Dann wird es wirklich ernst. Am Besten fahre ich die nächsten Tage mal nach Rügen, sammle vor Ort noch mehr Eindrücke, rede mit ein paar wichtigen Leuten und schreibe direkt weiter am Manuskript.

15.08.08

Der Plot und die Protagonisten

In den Krimi-Workshops habe ich gelernt (und in der Fachliteratur steht es ähnlich), dass man zuerst die Charaktere des Romans entwickeln soll. Denn die handelnden Personen ("Protagonisten") tragen wesentlich dazu bei, dass sich die Handlung (der "Plot") in einem Spannungsbogen bis zum Höhepunkt entwickeln kann. Also habe ich auch damit angefangen.

Mein Held ist Polizeihauptkommissar Kurt Bratfisch (61) von der Kriminalpolizeiinspektion Stralsund, der in Bergen auf Rügen wohnt und - eine Besonderheit in der deutschen Krimilandschaft - aktives Mitglied der Linkspartei ist. Er muss sich in diesem Fall sowohl mit seiner eigenen Vergangenheit in der DDR und den nach der Wende in führende Positionen gelangten „Besserwessis“ auseinandersetzen. Der 20. Jahrestag des Mauerfalls 1989 bildet ebenso den Rahmen der Handlung wie die Bundestagswahl 2009, da die Bundeskanzlerin ja auf Rügen ihren Wahlkreis hat. 

Unterstützt wird der eigensinnige Bratfisch von der jungen Kriminalkommissaranwärterin Mandy Thi Pham, deren Eltern aus Vietnam stammen und die ständig mit dem Chaos in ihrem Privatleben kämpfen muss.
 
Eines Tages - und jetzt sind wir schon mitten in der Handlung - wird am wilden Südstrand von Göhren die Leiche von Helmut Melz gefunden, erstochen. Er war an der Offiziershochschule der Nationalen Volksarmee der DDR in Prora auf Rügen tätig. Die beiden Ermittler suchen zunächst im privaten Umfeld des Ermordeten nach dem Täter, stoßen aber schnell auf Spuren aus dessen DDR-Vergangenheit. Als sie auch noch Hinweise darauf entdecken, dass die neue Rügenbrücke Ziel eines Anschlags werden soll, weitet sich der Kreis der Tatverdächtigen weiter aus: Islamisten, Neonazis oder ehemalige Mitglieder von DDR-Spezialeinheiten - alle haben ein Motiv, die notwendige kriminelle Energie und das Handwerkszeug, um ein Blutbad auf Deutschlands größter Insel anzurichten.

Ob und wie es dem eigensinnigen Kommissar Bratfisch und seiner mandeläugigen Assistentin gelingt, den wirklichen Mörder ermitteln und die Sprengung von Rügens neuem Wahrzeichen verhindern, kann hier natürlich noch nicht verraten werden. Auch wer der Gegenspieler oder die Gegenspielerin der beiden Polizisten ist, ergibt sich erst im Verlauf der Handlung. Und die Rolle des Bundeskriminalamtes, dass den Fall von der Stralsunder Kriminalpolizei übernimmt, ist ebenfalls ein Thema für sich.

In meinem Computer befindet sich dank der Software Writer's Café auf jeden Fall schon ein kompletter Ablauf der Story inklusive "Karteikarten" mit Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Orte. Jetzt muss nur noch weiteres "Fleisch" an die Geschichte.

12.08.08

Was soll dieses Weblog?

Mit diesem Weblog will ich die Entstehung eines Regional-Krimis mit dem Arbeitstitel "Aktion Störtebeker" begleiten, der auf der Insel Rügen im Sommer 2009 spielt und an dessen Manuskript ich gerade arbeite. Er soll einen "Blick hinter die Kulissen" eines Autors ermöglichen und zeigen, was man so alles tun muss, bis schließlich das fertige Buch im Laden liegt. Weil ich noch nicht weiß, ob ich den Krimi unter einem Pseudonym veröffentlichen werde, bleibe ich einstweilen anonym und verberge mein Gesicht hinter dem Konterfei von Klaus Störtebeker.

Natürlich will ich nicht allzuviel über die Handlung des Buches verraten, den ihr, liebe Leserinnen und Leser (ich duze euch der Einfachheit halber, ok?), sollt "Aktion Störtebeker" ja später kaufen und wenn die Spannung schon raus ist, macht das niemand mehr. Mit diesem Blog will ich vielmehr euren Appetit wecken. Gleichzeitig werde ich im Web aber auch viel von dem Hintergrundmaterial veröffentlichen, dass ich im Laufe der Zeit bei meinen Recherchen gesammelt habe und für das leider zwischen den Buchdeckeln gar nicht genug Platz ist.


Wie kam es zu der Buchidee?


Ich bin ein großer Rügen-Fan und besuche Deutschlands größte Insel immer wieder. Irgendwann einmal schoss mir am Strand von Prora die Idee in den Kopf, hier einen Krimi spielen zu lassen. Da ich bisher noch nie in meinem Leben einen Kriminalroman geschrieben habe, brauchte ich erst einmal etwas Handwerkszeug und so besuchte ich in den letzten Jahren mehrere Seminare und Workshops mit bekannten Regionalkrimi-Autoren wie Lisa Kuppler, Carlo de Luxe, Klaus Stickelbroeck, Martin Conrath und Sabine Klewe. Die Erfahrungen dort gaben schließlich im Frühjahr den Ausschlag, es selbst einmal mit dem Krimi-Schreiben zu probieren.

So was wie ein Klappentext

Um die Leser in der Buchhandlung auf den Inhalt eines gedruckten Werkes aufmerksam zu machen, wird häufig der Klappentext genutzt. Eine solche Zusammenfassung, die aber keine Auflösung verrät und nichts von der Spannung nimmt, habe ich in die rechte Randspalte dieses Blogs geschrieben. Damit auch der zufällig vorbeikommende Leser gleich weiß, um was es geht und nicht erst bis zum Beginn dieses Blogs zurückblättern muss.

Im nächsten Posting stelle ich aber trotzdem nochmal den roten Faden der Handlung und einige der Personen vor, die in dem Rügen-Krimi vorkommen sollen. Allerdings solltet ihr bedenken, dass so ein Manuskript ständig verändert wird. Deshalb werden vielleicht einige der Personen, die mir jetzt im Kopf herumspuken, am Ende vielleicht gar nicht im gedruckten Buch auftauchen. Und die Handlung entwickelt sich vielleicht auch ganz anders.